Östrogensalbe für den Intimbereich

Jahre nach den Wechseljahren werden durch den veränderten Östrogenhaushalt die Schleimhäute im Intimbereich häufig spröde und trocken. Dies kann nicht nur Beschwerden beim Geschlechtsverkehr hervorrufen, es wirkt sich auch auf die Kontinenz ungünstig auf. So wissen wir heute, dass trockene, schlecht durchblutete Schleimhäute der Scheide und der Harnröhre ein Risikofaktor für Infektionen und eine Überaktive Blase sein können.

Zu einer lokalen Therapie ist also unbedingt zu raten: Östrogen-Salbe, Östrogen-Zäpfen oder die Kombination von beidem sind in der Lage, binnen weniger Wochen die Schleimhäute wieder aufzubauen. Nebenwirkungen, wie sie bei der Gabe von östrogenhaltigen Tabletten wie der Antibaby-Pille bekannt sind, sind bei einer lokalen Therapie nicht zu erwarten.

2017-06-27T13:36:10+00:007. August 2013|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.