Rückfrage von Biene (10.10.2019):

Hallo ich nochmal,

Ich bin  jetzt schon seit 5 Wochen  in Behandlung wegen der Ureaplasmen Bakterien. Mykoplasmen sind fast erledigt, aber die Ureaplasmen sind immer noch positiv und unverändert.

Mein Arzt verschreibt mir verschiedene  Antibiotika von dem es immer bisschen besser wird aber nicht weggeht eben.

Kann man, wo man jetzt doch schon lange weiß, um welche Bakterien es sich handelt, die nochmal spalten um ein gezieltes wirksames Antibiotika zubekommen?  Wenn diese Bakterien ein Nest haben, wie kann man das Antibiotika zeitgleich dabei unterstützen.

Ich habe 10000 Ureaplasmen positiv in meiner Harnröhre und mit ständigem Blasendruck zu kämpfen. Ich mach das jetzt seit fast 2 Monaten mit. Ist das immer so ne lange Prozedur?

Lg biene

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Biene,

das ist ungewöhnlich.

  • Das Labor sollte die zur Verfügung stehenden Antibiotika testen.
  • Dann sollte (vermutlich ist ja auch die Scheide betroffen) vielleicht zusätzlich eine lokale Therapie durch Scheidenzäpfchen vorgenommen werden.
  • Nach wie vor sollte eine sog. Introitussonographie und irgendwann auch eine Harnröhrenspiegelung vorgenommen werden
  • und eine Partnerbehandlung, danach nur geschützter Verkehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Rückfrage von Biene (2.10.2019):

Hallo nochmal.

Mein Freund wurde auch behandelt und nein wir haben seitdem keinen Körperkontakt.

Heute habe ich moxifloxacin vom Arzt für 7 Tage verschrieben bekommen. Leider habe ich bei der ersten Einnahme schon erhebliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen.

Welches Medikament außer doxycyclin und Moxifloxacin,  kann ich noch nehmen?  Es ist so, bei psychosomatischen Nebenwirkungen, die ein Medikament hat, reagiere ich sofort.

Lg

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Biene,

ich würde nicht “wahllos” Antibiotika nehmen.

Im Labor wird die Resistenzlage der Keime getestet, dann gezielt und länger als 7 Tage behandelt.

Ihr Freund sollte auch getestet werden und die Untersuchung (Introitussonographie), von der ich sprach, ist sehr sinnvoll. Wenn es irgendwo einen “Wohnort” für die Keime gibt (Harnröhrendivertikel, besiedelte Vaginaldrüse), wird keine Antibiose der Welt alleine das Problem lösen.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Ursprüngliche Frage von Biene:

Hallo, ich habe vor 7 Wochen Ureaplasmen & Mykoplasmen diagnostiziert bekommen. Ich habe ein 20 Tage langes Antibiotika bekommen, Doxycyclin. Die Bakterien sind immer noch da und unverändert.

Der Urologe schickt mich zum Frauenarzt und der Frauenarzt zum Urologe.

Ich bin verzweifelt…. und fühle mich hin und her, fast schon auf die Seite geschoben.

Was nun? Ich dachte die sind heilbar, warum kann man sie dann nicht abtöten?

Lg

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Biene,

man müsste schauen, ob die Mykoplasmen irgendwo bei Ihnen – z. B. in einem Harnröhrendivertikel – überwintern. Suchen Sie sich einen Gynäkologen, der die sog. Introitussonographie beherrscht.

Wurde Ihr Partner mitbehandelt? Wenn nicht, gibt es Ping-Pong …

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH