Harninkontinenz bei Demenz – Frage von Rommie

Hallo, ich hätte gern gewusst, ob es irgendetwas gibt, was man bei Harninkontinenz bei Demenz machen kann, zum Beispiel ein Medikament verabreichen ..?

Mit freundlichen Grüßen,

Rommie

Antwort von PD Dr. Wiedemann:

Sehr geehrte Rommie,

das Thema Harninkontinenz und Demenz ist komplex. Nicht nur die Krankheit alleine, sondern auch die Therapie mit Acetylcholin-Inhibitoren kann Harninkontinenz verschlimmern.

Meist liegt eine Dranginkontinenz vor – zur Behandlung bietet sich von den Anticholinergika-Medikamenten Trospium an, weil es im Gehirn keine Nebenwirkungen macht und damit die Demenz nicht verschlimmert.

Außerdem hat sich Blasentraining bewährt, weil Demente „vergessen“, zur Toilette zu gehen, also etwa alle 2 Stunden einen Toilettengang anbieten.

Gruß

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2014-11-15T14:40:23+00:0015. November 2014|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.