Reizblase – Frage von Maria

Rückfrage von Maria (22.5.2018):

Danke für die Rückmeldung.
Hyaluronsäure als Reservetherapie.
Bitte welche Medikamente meinen Sie welche die blase dämpfen.
Betmiga wird mir wegen Mundtrockenheit nicht verordnet.
Danke

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Maria,

Standard sind die sog . Anticholinergika, die die Blase dämpfen. Hier gibt es mehrere Substanzen, die am Anfang Mundtrockenheit machen. Betmiga ist chemisch anders. Es macht keine Mundtrockenheit, kann aber bei entsprechender Anlage Bluthochdruck machen. Wenn diese Medikamente nicht wirken, könnte Botox in einem kleinen Eingriff bei einer Spiegelung in die Blase injiziert werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Rückfrage von Maria (18.5.2018):

Danke für Ihre Rückmeldung.
Bitte noch eine Frage: Hyolurenspritzen in die Blase 4 x soll eine Reizblase verändern.
Was halten Sie davon?
DANKE.

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Maria,

ich würde erst die Harnröhrenverengung operativ beseitigen (dauert nur 5 Minuten), dann mit Tabletten die Blase dämpfen. Die Hyaluron-Behandlung der Blase ist umständlicher und wird eher nur als Reservetherapie gesehen, wenn Tabletten nicht funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Ursprüngliche Frage von Maria:

War heute bei der Blasenspiegelung. Es wurde eine verengte Harnröhre festgestellt. Harnuntersuchung und Abstrich in Ordnung.
Es gilt nun wöchentlich Harnröhrenerweiterung und Hyoloren statt Antibiotika.
Meine Frage was soll Hyoloren bewirken?
Antibiotika ist ohne Kosten. Nochmals es besteht keine Harninfektion.
Bitte um Ihre Hilfe. Danke.

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Maria,

die verengte Harnröhre unterhält die Infektionen, ohne Erweiterung gehen diese nicht weg. Standard ist die operative Erweiterung der Harnröhre in einem kleinen Eingriff ohne Hyaluron.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2018-05-22T12:40:46+00:00 20. Mai 2018|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.