Embolisation der Prostata – Frage von Nachdenklich

Sehr geehrte Damen und Herren ,

in letzter Zeit erscheinen sehr erfolgversprechende Mitteilungen der interventionellen Radiologen (besonders der UNI Jena) zur Embolisation der Prostata bei BPH und nachfolgender Blasenschwäche infolge verkleinertem Blasenvolumen.

Könnten Sie bitte folgende Fragen beantworten:

  1. Wo wird in Deutschland ausser Jena noch dieser Eingriff durchgeführt ?
  2. Wie steht es um die Erfolgsquote und die Erfahrungen mit dieser Methode ?

 

Mit freundlichen Grüßen
Nachdenklich

Antwort von PD Dr. Wiedemann:

Sehr geehrter Herr Nachdenklich,

die Prostata-Embolisation mit Alkohol ist ein Verfahren, das allenfalls als „alternativmedizinisch“ bezeichnet werden kann und das in Leitlinien keine Empfehlung hat und als experimentell eingestuft wird. Erfahrungen gibt es wissenschaftlich so gut wie keine; die Erfolgsquoten  müssen daher als nicht abgesichert gelten.

Mir stellt sich die Frage, was gegen eine „normale“ Behandlung Ihres Problems mit Laser oder Schlinge oder Medikamenten spricht …

Gruß

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2017-02-06T20:42:55+00:00 6. Februar 2017|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.