Blasenschwäche – Frage von Annamaria

Ich kann das Wasser nicht halten. Die ersten Tropfen gehen in die Hose, trotz Vorlage ist das immer sehr peinlich.

Antwort von PD Dr. Wiedemann:

Sehr geehrte Annamaria,

Sie beschreiben einen verstärkten oder „imperativen“, befehlsartigen Harndrang. Führt dies zu unfreiwilligem Urinverlust, spricht man von „überaktiver Blase“. Dies kann viele Ursachen haben, die untersucht werden müssten. Ihnen kann sicherlich geholfen werden.

Die Reihe der in Frage kommenden Therapieformen reicht von Blasentraining über Durchsicht Ihrer Medikamente bis hin zu Infekttherapie oder -prophylaxe.

Die Hauptsäule der Behandlung einer Überaktiven Blase stellen Medikamente dar, die die zur Blase führenden Nerven dämpfen, die Anticholinergika. Sie führen schon nach wenigen Tagen zu einer längeren Pause zwischen den Toilettengängen, zu besserer Nachtruhe und kontrollierbarem Harndrang. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an!

Gruß

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2013-08-23T12:18:35+00:0023. August 2013|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.