Rückfrage von Shelby (1.3.2019):

Sehr geehrter Prof. Dr. Wiedemann,

wäre denn, wenn es nach der OP nicht besser wird, auch ein Gespräch in Ihrer Klinik möglich? Bei mir in der Nähe gibt es nicht so viele Urologen und die, die es gibt, halten nichts von Tabletten für die Reizblase. Und wo könnte man sonst einen Termin vereinbaren?

Liebe Grüße
Laura

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Laura,

in Ausnahmefällen bieten wir eine sog. Servicesprechstunde an (die ja von den Krankenkassen nicht refinanziert wird). Beziehen Sie sich bitte auf unseren E-Mail-Kontakt.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Rückfrage von Shelby (21.2.2019):

Hallo Prof. Dr. Wiedemann,

vielen Dank für die Hilfe, dann werde ich die OP auf jeden Fall machen. Meinen Sie denn, die Beschwerden werden nach der OP besser, oder muss die Reizblase eventuell noch mit Medikamenten behandelt werden?

Liebe Grüße
Laura

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Laura,

das ist individuell verschieden und nicht vorhersehbar. Eher aber ja, rechnen Sie damit.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Rückfrage von Shelby (20.2.2019):

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wiedemann,

die Chlamydien sind weg, da wurde schon ein Urintest gemacht, der Freund ist auch weg. Hängt der Urin jetzt mit der Reizblase zusammen oder doch mit der Harnröhrenverengung? Und soll ich die Harnröhrenschlitzung dann machen? Mein Urologe meint ja, dass es damit zusammenhängt und die Verengung durch die Chlamydien kommt. Sollte man dann sonst erst die Verengung behandeln und dann mit Tabletten eventuell die Reizblase behandeln?

Liebe Grüße
Laura

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Laura,

grundsätzlich wird erst dann operiert, wenn konservative Maßnahmen nicht greifen. Wenn da eine relevante Verengung ist (das wird in Drittel Millimeter gemessen), ist das ein Risikofaktor für Infekte und macht Reizblase. Dann also OP.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

Ursprüngliche Frage von Shelby:

Hallo, ich bin 21, weiblich und leider seit circa 1 Jahr an ständigem Harndrang. Das ganze hat eigentlich nach meiner Chlamydieninfektion angefangen, die wurde aber mit Antibiotika behandelt.
Am Tag muss ich bis so 15 mal auf Toilette, trinken tu ich 1,5 Liter. Wenn ich dann auf Toilette war, muss ich nach 10 Minuten wieder. Bei einer Blasenspiegelung wurde dann eine Harnröhrenverengung festgestellt, in 2 Wochen hätte ich eine Harnröhrenschlitzung, bin mir aber noch sehr unsicher, ob das wirklich die Lösung ist. Nach den Symptomen denke ich eher, dass ich eine Reizblase hab. Von Beckenbodentraining und Tabletten hält mein Urologe aber nichts. Goldrutenkraut und Kürbiskerne haben bei mir auch nichts gebracht.
Nun die Frage soll ich die OP machen, oder gibt es noch Alternativen?
Vorab danke für die Hilfe.

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Shelby,

was Sie beschreiben, klingt nach Reizblasenbeschwerden durch bzw. nach Chlamydien. Der erste Schritt wäre, zu testen, ob Sie die Chlamydien losgeworden sind. Dies sollte im Urin bzw. mit neuen Abstrichen durchgeführt werden. Wurde damals Ihr Partner auch behandelt? Wenn nicht, ist es wahrscheinlich, dass Sie diese Infektion immer noch oder wieder haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH