Sichtbares Blut im Urin – Frage von thymian

Sehr geehrte Herren,

ich hatte vorgestern – bereits zum zweiten mal – stark blutigen Urin mit winzigen Gewebeteilchen, der erst wieder einige Stunden nach Einnahme eines Antibiotikums eine normale Farbe annahm.

Diagnose des Urologen: „Bakterielle blutige Blasenentzündung“. Dabei hatte ich nur geringe Druckschmerzen und etwas Brennen beim und nach dem Wasserlassen.

Eine Blasenspiegelung nach dem ersten Auftreten vor 3 Monaten sowie Ultrasschall der Nieren waren ohne Befund. Gynäkologisch war ebenfalls alles in Ordnung. Ich bin xx Jahre alt und hatte 2011 ….

Der Urologe schlägt nun eine erneute Blasenspiegelung vor, die ich aber zunächst einmal abgelehnt habe, zumal ich vor 3 Wochen auch noch zu einer urodynamische Untersuchung im Krankenhaus war.

Nun habe ich seit mehren Monaten Schmerzen in der linken Flanke und im Rücken, die meiner instabilen Wirbelsäule zugeordnet werden.

Meine Frage an Sie: Könnten der blutige Urin und die Flankenschmerzen nicht auch von den Nieren herrühren, und wenn ja, welche weiteren Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Beantwortung meiner Frage danke ich Ihnen im voraus ganz herzlich!

Mit freundlichem Gruß

thymian

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Thymian,

Blut im Urin ist ein ernstes Alarm-Signal, das abgeklärt werden muss!

Eine Urodynamik ersetzt leider die Kontrollspiegelung nicht, die sollten Sie unbedingt machen lassen. Normalerweise gehört auch zur Abklärung ein Röntgenbild der Nieren oder ein CT.

Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2018-08-10T12:51:02+00:0010. August 2018|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.