Reizblase – Anfrage von Brabbel

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wiedemann,

Ich leide seit Jahren an einer Reizblase und nehme „Vesikur“, anfangs 10 mg, was ich dann auf 5 mg senken konnte. Jetzt habe ich nach einer längerwierigen Blasenentzündung (Monuril wirkte nur kurz, auf cipro basic reagierte ich allergisch mit Nesselsucht und habe dann erfolgreich cotrim 960 genommen) wieder sehr starke Beschwerden. Sollte ich die Dosis an Vesikur wieder auf 10 mg erhöhen, bis die Beschwerden besser werden? Oder könnte ich noch etwas anderes tun?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort von Prof. Wiedemann:

Liebe Brabbel,

so einfach ist das nicht. Es müsste geklärt werden, ob Sie den Infekt noch haben (Urinkultur etc!). Wenn Sie keinen Infekt mehr haben, dann würde ich abwarten, dann müsste die Blase sich so erholen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollte vielleicht wieder die Dosis erhöht werden.

Wurden Sie wegen der „Reizblase“ denn richtig untersucht? Es gehört eigentlich eine Spiegelung, Ultraschall von der Scheide aus und eine „Urodynamik“ dazu, um die Ursache aufzudecken.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2018-10-10T19:59:20+00:0010. Oktober 2018|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.