Blasenschwäche und Beruf – gibt es Tipps, damit nicht alle mitbekommen, dass ich dauernd zur Toilette muss?

Wird eine Überaktive Blase im Beruf zum Problem, ist es höchste Zeit, eine Behandlung einzuleiten. Diese besteht – neben physiotherapeutischen und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen – auch in einer medikamentösen Therapie. Ganz einfache Tricks, zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung hier die Situation zu verbessern sind:

  1. Vermeiden von harntreibenden Getränken wie Cola, Kaffee oder Tee
  2. Rauchstopp (Nikotin stimuliert die Blase und verschlimmert eine Blasenüberaktivität)
  3. Kontrolle der Trinkmenge überhaupt, Reduktion auf ein vernünftiges Maß von 1,5 Litern verteilt über den Tag
  4. Bei Harndrang hilft folgender Trick: Singen, Beten oder in 7er-Schritten rückwärts von 100 zählen – dieses lenkt die Aufmerksamkeit vom Harndrang ab
  5. Manchmal hilft auch ein vertrauliches Gespräch mit den Kollegen, dass ein Blasenproblem vorliegt – Offenheit ist hier manchmal sinnvoller als Verschwiegenheit
2018-08-20T14:59:35+00:0020. August 2018|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.