
Home >
Ihr Lebensstil - Bewegen, Essen, Trinken, Medikamenteneinnahme
Belastung des Beckenbodens reduzieren und erschlaffte Muskeln aktivieren!
- Sorgen Sie für Normalgewicht! Übergewicht belastet den Beckenboden und fördert dadurch Inkontinenz. Unser BMI-Rechner hilft Ihnen dabei, das richtige Gewicht zu finden.
- Normalgewicht erreichen Sie durch mehr Bewegung im Alltag, eine spezielle Gymnastik und eine gesunde Ernährung.
- Durch eine ballaststoffreiche Ernährung erreichen Sie regelmäßigen Stuhlgang ohne Pressen. Pressen beim Stuhlgang belastet das Schließmuskelsystem.
Bewegung
- Jeder kleine Schritt ist wichtig! Schon 5 Minuten zügiges Spazierengehen am Tag aktiviert Ihren Organismus.
- Führen Sie jeden (!) Tag konsequent ein Beckenbodentraining durch!
- Regelmäßige körperliche Aktivität bekämpft nicht nur Inkontinenz, sondern kommt der gesamten Gesundheit zugute (stärkeres Immunsystem, niedrigerer Blutdruck, bessere Blutzucker- und Blutfettwerte, geringeres Herzinfarktrisiko ...)
- Beispiele: Benutzen Sie die Treppe statt dem Aufzug; erledigen Sie kleinere Besorgungen nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Machen Sie einen abendlichen Spaziergang um den Block zu einer lieben Gewohnheit
- Welche Sportarten sind ungeeignet?
Sportarten mit Hüpfen, Springen und schnellen Drehungen solten Sie meiden! Ungünstig sind also beispielswiese Tennis, Squash, Aerobic und Karate. Auch Jogging gilt als ungeeignet. - Welche Sportarten sind geeignet?
Empfehlenswert sind alle Sportarten, die den Beckenboden entlasten oder stärken. Dazu zählen Radfahren, Schwimmen, (Nordic) Walking, Gymnastik und Yoga.
Ernährung
- Verfallen Sie nicht dem Diätwahn! Essen Sie etwas weniger und vor allem das Richtige! Gesundes Essen bedeutet nicht unbedingt Verzicht, sondern vielmehr Vernunft und Nutzung der ganzen Vielfalt der zur Verfügung stehenden Lebensmittel.
- Vollwertig und ballaststoffreich: Viel Gemüse und Vollkornprodukte, wenig Süßigkeiten.
- Einmal in der Woche Fisch statt Fleisch. See-Fisch enthält wertvolle Fettsäuren, die der Körper dringend braucht.
- Wenig Fett essen! Vorsicht - Wurst, Käse und Backwaren können enorme Mengen an versteckten Fetten enthalten.
- Tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen! Also statt Butter und Schmalz lieber Olivenöl! Dies ist nicht nur gut für Verdauung und Gewicht, sondern auch für Herz und Gefäße.
Trinken
- Auch mit Blasenschwäche muss man ausreichend trinken (ca. 2 Liter pro Tag). Blasenschwäche lässt sich nicht dadurch verhindern, dass man weniger trinkt. Wenn Sie zu wenig trinken, begünstigen Sie Harnwegsinfektionen!
- Wegen einer Inkontinenz muss man nicht zu Hause bleiben. Vor dem Ausgehen sollte wenig getrunken werden, und es sollten Vorlagen zum Wechseln mitgenommen werden. Die fehlende Menge sollte später unbedingt nachgeholt werden.
- Vermeiden Sie grundsätzlich harntreibende Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee, Bier o.ä.
Medikamenteneinnahme
- Zahlreiche Medikamente können als Nebenwirkung eine Blasenschwäche (in verschiedenen Formen) verstärken. Dabei sind die Mechanismen sehr unterschiedlich.
- Überprüfen Sie in der Gebrauchsinformation Ihrer Arzneimittel, ob sich ein Hinweis darauf findet.
- Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Arzneimittel der folgenden Wirkstoffklassen einnehmen und besprechen Sie eventuelle Maßnahmen:
Krampflösende Medikamente, Antihistaminika, Antidepressiva, Anti-Parkinsonmittel, Alpha-Agonisten, Kalziumantagonisten, Alpha-Blocker, Sympatholytika, Diuretika, Lithium, Sedativa, Neuroleptika.
