Inkontinenz beim Sport – Frage von eva

Hallo, ich bin 40 Jahre alt, habe ein 6es Sohn, ich habe ihn auf normalem Weg auf die Welt gebracht. Seit der Geburt habe ich probleme beim Sport. Ich habe das Wasserlassen nicht unter kontrolle, ich verliere es ohne beeinflussen zu können. Ich habe nach der Geburt die empfohlene Beckenboden-Gymnastik gemacht.

Nun seit dem ich wieder längeren Strecken laufe ist das Problem extrem unangenehm. Ich weiss nicht ob es was ernsthaft ist und zum welchem Facharzt zu meinem Problem gehen soll.

Dane für Ihre Antwort & Hilfe.

Antwort von PD Dr. Wiedemann:

Liebe Eva,

Sie schildern Symptome einer sog. Belastungsinkontinenz, die tatsächlich häufig Folge einer oder mehrerer Geburten ist. Es kommt durch eine Beckenbodenschwäche zu unfreiwilligem Urinverlust bei Husten, Lachen, Niesen, Sport und manchmal sogar im Liegen ohne Harndrang.

Therapeutisch helfen Beckenbodengymnastik oder aber auch Hilfsmittel wie spezielle Tampons oder „Würfel“, die z. B. während des Sports schützen. Im Extremfall kann operiert werden – wenn kein Kinderwunsch mehr vorliegt. Dann werden in aller Regel Kunststoffbänder von der Scheide aus zur Stabilisierung der Harnröhre eingesetzt.

Viele Grüße

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wiedemann, Chefarzt der Urologischen Klinik, Ev. Krankenhaus Witten gGmbH

2016-11-05T12:18:13+00:00 17. März 2015|

Über den Autor:

Prof. Dr. Andreas Wiedemann
Herr Prof. Dr. A. Wiedemann ist Chefarzt der Klinik für Urologie des evangelischen Krankenhauses Witten, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und gefragter Referent.